Wo führt die Entwicklung unserer Musikkapellen hin?
Was sollen unsere Ziele sein?


Liebe MusikerInnen, liebe Funktionäre!

 
Die oben formulierte Fragestellung soll uns immer wieder beschäftigen und uns zu konstruktiven Gesprächen mit unseren Musikern und Funktionären in den Kapellen bis hin zum Landesverband anregen.
Warum diese Frage überhaupt? Ist nicht alles in bester Ordnung?
Die Anzahl unserer Mitglieder in den Kapellen wird immer größer, es werden immer schwerere Stücke gespielt. Die Ausbildung unserer Jugend wird immer besser, auch die Instrumente werden immer hochwertiger!
Ist das jedoch im Gesamtklang und im gefühlvollen Spielen auch wirklich immer zu hören?
Wir haben im Land Salzburg zurzeit zwei extreme Gegensätze bezüglich Quantität und ausgeglichener Besetzung. Für Kapellen, die sich in einer Größenordnung von 70 bis 80 Musikern bewegen, ist es ungleich schwieriger, ein schönes, transparentes und feinfühliges Spielen, vor allem unserer traditionellen Musik wie Walzer, Polka oder Marsch, zu erreichen. Im Gegensatz dazu gibt es Kapellen, wo der Kapellmeister nicht weiß, wie er sämtliche Jahresausrückungen mit seinen wenigen Musikern, oft mit dem Fehlen von ganzen Registern, bewältigen soll. Natürlich gibt es auch Kapellen, die sich mit gut überlegter und langfristiger Aufbauarbeit eine Vorbildwirkung im Land geschaffen haben.
Nun zurück zum Kernthema „Wo führt die Blasmusik hin und was soll unser Ziel sein?“ Eines unserer größten Ziele soll das schöne gefühlvolle Spielen in jedem Ort unseres Landes sein – eine Basis, auf die man kontinuierlich aufbauen kann – bis hin zur sinfonischen Besetzung und sinfonischer Literatur. Dabei sollte aber großes Augenmerk auf unsere traditionelle Literatur, die für unsere Bevölkerung im gesamten Jahresablauf so wichtig ist, gelegt werden. Gerade dieser traditionellen Musik soll eine dementsprechende Probenzeit und Wertschätzung gewidmet werden.
Es muss uns Funktionären in den Kapellen, in den Bezirksverbänden und im Landesverband einfach klar sein: Kapellen und Auswahlorchester, die im eigenen Land und über die Grenzen hinaus Vorbildwirkung haben, sind sehr wichtig, jedoch darf nicht verabsäumt werden, auch den kleinen Kapellen in den abgelegenen Ortschaften unseres Landes die nötige Unterstützung der Aus- und Weiterbildung zukommen zu lassen, damit diese ihr Niveau halten oder verbessern können.
Viel Gutes war in den letzten Jahren bei Konzerwertung, Marschwertung und sonstigen Veranstaltungen zu hören. Um das Ziel der flächendeckenden Ausgeglichenheit erreichen zu können, wird eine sehr gute Arbeit und vor allem Zusammenarbeit aller Beteiligten, beginnend beim Musikumlehrer, den Verantwortlichen in den Kapellen, in den Bezirksverbänden, im Landesverband und in den Kommunen bis hin zu den Landespolitikern erforderlich sein.


Mit dem aussagekräftigen Satz:
Das Alte, Traditionelle kennen und pflegen – das Neue erforschen und fördern“!

wünsche ich uns allen viel schöne Musik!

 

Ehrenlandeskapellmeister des SBV Hans Ebner

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